Dienstag, 29. November 2016

Der schnelle Kranz und die Deko aus dem Rucksack

Gestern, beim Gassigehen ist mir wieder einmal dieser Baum ins Auge gefallen


Die Äpfel sahen immer noch gut aus und da in der Nacht Frost drohte, habe ich einige von ihnen in den Rucksack gepackt.

Draußen war es noch (!) angenehm und es hat Spaß gemacht, durch raschelnde Blätter zu laufen.


Am Rande des Gebüsches wuchsen ...


Lampionblumen. Auch davon sind ein paar im Rucksack verschwunden. Und dann waren noch Dieda da:


Ich kann mich ihnen einfach nicht entziehen. Ich muss sie immer wieder mit nachhause nehmen: die dürren Ranken des Klettenlabkrautes. Im Sommer sind sie im Garten unbeliebt, aber im späten Herbst - wenn die Blätter längst abgefallen sind, gehören sie zu meinen Lieblingsfundstücken. Ich packe sie an den "Knöcheln" reiße sie ab und winde sie noch vor Ort. Und die Nachbarpflanze auch. Und die nächste und übernächste auch! Dabei fallen die kleinen Klettensamen ganz von alleine ab und das ist auch gut so. Denn wer möchte sie schon gerne im Garten haben?
Und im Nu ist aus den Ranken ein Nest geworden - ganz ohne Kleber und Draht.


Und es hält!
Eine Ewigkeit!
Und das ist das allererste Nest für dieses Jahr geworden:


Und das ist der erste Kranz für 2016:


Die Äpfel aus dem Rucksack daneben, die Lampions obendrauf und zwischendrin. Noch steht eine Besenheide inmitten des Kranzes - aber eine schöne Christrose würde ihm auch stehen.

Übrigens: Glaubt man der Statistik, dann steht mein schneller Kranz aus dem Jahr 2012 immer noch ganz oben in majorahns Blogranking Liste. Na ja ... aber er iss ja auch schön! Und schnell gemacht!
Der schnelle Kranz von 2012

Montag, 14. November 2016

Novemberspaziergang in Rheinhessen

Kommt mit auf einen Spaziergang in Rheinhessen
und tankt mit mir noch ein bisschen Stille.
Der November hat noch so viel zu bieten,
auch wenn es sich jetzt viele lieber in der warmen Stuben gemütlich machen.


Ist das nicht ein Austernseitling, der fast unbemerkt zu einer stattlichen Größe herangewachsen ist?



Und diese Winzlinge, die sich unter dem Seitling aus den Baumspalten drücken - habe ich die nicht auch schonmal wo gesehen? Ob sie essbar sind?

***

Die Landschaft sieht immer noch aus  wie gemalt. Das haben sich wohl auch die Künstler gedacht, die diese Bilder gestalteten.


***

Und da, schon wieder Pilze.
Ach, warum weiß ich nur so wenig darüber ...


Auf dem Weg finde ich immer wieder Bilder von einer Landschaft, die mir ans Herz gewachsen ist.

Diesen 3 Gesellen wird es wohl allmählich zu ungemütlich hier in Rheinhessen. Ihre Urahnen stammen ursprünglich aus einer wärmeren Gegend.


In einer Rgeion wo es so viele Weinberge gibt, 
spielt Wein eine Hauptrolle.







Wer wissen will, wo ich unterwegs gewesen bin, der schaut am besten mal hier rein.
Euch allen einen guten Start in die 3. Novemberwoche.

Samstag, 5. November 2016

Bei näherem Betrachten hat auch ein trüber Novembertag ...

... durchaus seine Reize.
Bischofskraut, Rosen und ein geheimnisvolles Netzwerk ...


  

Montag, 31. Oktober 2016

Der definitiv allererste Rückblick auf das Gartenjahr 2016


Zugegeben - das ist wie Lebkuchen Anfang September. Trotzdem - ich will ihn schonmal wagen: den allerersten Rückblick auf das Gartenjahr 2016

Mai 2016:
Dank des anhaltenden Regens grünt das Grün so grün wie selten zuvor.
Jedoch: Schreckgespenst Zünsler befällt Beet Nr. 5, hinten links.



Eigentlich noch recht unauffällig und ich will es auch nicht wahrhaben! Ich ignoriere es, beauftrage lediglich meinen Chefhilfsgärtner (und Ehemann) etwas dagegen zu tun. "Nimm Neem!", lautete der Auftrag.

Juni 2016





Beet Nr. 5 hinten links erholt sich, hat nur noch ein bisschen Sonnenbrand von dem plötzlichen Wetterwechsel.

Juli 2016





Nichts ist mehr zu sehen - weder vom Zünsler, noch vom Sonnenbrand.

Nichtsahnend fuhr ich für 5 Tage in Urlaub  ...

Nach der Rückkehr lehrte mich mein Kräutergarten das Gruseln: die ganze Hecke war kahlgefressen! Es war so schrecklich, dass ich kein Foto mehr machen wollte - es gibt nur ein Bild vom befallenen Buchs, vorne im Hof:



Ein junger Kuckuck wartete darauf, dass ihn seine Pflegemutter versorgt. Ein ganz seltener Anblick, der uns einen Augenblick für unser Malheur entschädigte. Danach habe ich ihn nie wieder gesehen.

August 2016:
Alle Bemühungen, den Zünsler doch noch in Griff zu bekommen sind gescheitert. 
Der Chefhilfsgärtner bekam einen neuen Auftrag: "Nimm den Spaten!"

Und so sah das Ergebnis nach tagelangem Spaten und Umpflanzen Ende August aus. Es war jämmerlich und die Sonne ließ das Thermometer Tag für Tag auf 30° Celsius ansteigen.





Der Mönchspfeffer am Rande des Kräutergartens hat sich damals alle Mühe gegeben uns ein bisschen aufzumuntern - es ist ihm sogar teilweise gelungen.


Keine 2 Monate später, also Mitte Oktober 2016 sieht es im Kräutergarten so aus:













Aus den 6 Beeten wurden 10 Beete. Die meisten der Pflanzen wurden bei trockenem, heißen Wetter umgepflanzt und neu geordnet. Die Wege bekamen einen Belag aus Holzhäcksel und die Beete einen Rahmen aus Holz.

Das Holz stammt übrigens aus dem Gebälk des Nachbarhauses, das vor gut einem Jahr abgerannt ist. Mein Chefhilfsgärtner hat es aus dem Container gerettet und ihm eine neue Bestimmung zugeteilt. Lange Zeit haben die Balken über dem Garten getrohnt aber jetzt dienen sie meinen Kräutern als Bett.

Ich habe mich inzwischen mit dem Zünsler ausgesöhnt - er tat nur, was er tun muss. Ihm sind immerhin 100 m Buchshecke und 5 große Kugeln zum Opfer gefallen - eine Kugel war über 50 Jahre alt. Im Garten gedeihen die Kräuter so prächtig wie nie zuvor. Und die Dahlie, die im August bei 30° umgepflanzt wurde, ist auch nochmal zum Blühen gekommen.




 Ach ja, mein Chefshilfsgärtner ist längst zum Chefgärtner befördert worden!

Dienstag, 25. Oktober 2016

Kartoffeln und Spinat - neu interpretiert


Heute habe ich mir vom Mainzer Markt Marzipankartöffelchen mitgebracht. Also nicht diese klebrig-süßen Kugeln mit viel Kakao drumherum, sondern  die schnellkochenden Kartoffeln! Ich habe schonmal von ihnen berichtet: Mayan Twighlight Kartoffeln 

Sie sind wirklich ein Gedicht!

Außerdem durften die da auch noch mit.



Im Garten habe ich Spinat geerntet. Er ist in diesem Herbst ausgesprochen schön geworden. Das fanden auch ein paar Raupen und haben prompt Löcher in die Blätter gefressen. Zum Glück sind sie dann geflüchtet.






Noch ein paar Kräuter und dann ab in die Küche.

Kartoffeln geschält, gebraten und gewürzt, Spinat geputzt und angemacht.
Mit Granatapfelkernen sowie glacierten Walnüssen bestreut.
Hmmmm, sooooooooo lecker!!!! Mehr braucht's wirklich nicht!







Also: Schaut euch mal nach Mayan Twighlight um. Aber lasst mir bitte welche übrig!

Das Rezept für 2 Personen:

Für die Kartoffeln:
500g-750g Mayan Twighlight Kartoffeln
Öl zum Braten, Pfeffer, Salz

Kartoffeln schälen, kleinere ganz lassen, größere der Länge halbieren.
Öl in der Pfanne erhitzen kartoffeln langsam braten.
Sie werden sehr schnell braun und knusprig und sind bereits nach 20 Minuten fertig.
Pfeffern und salzen.

Spinatsalat:
Frischer Spinat, 1 Schüssel voll
weißer Balsamico
2 Schalotten
Olivenöl
Kräuter wie Weinbergslauch und Barbarakresse (das gab's gerade im Garten, normaler Schnittlauch und Kresse tun's auch)
Pfeffer, Salz
1 Granatapfel
glacierte Walnüsse

Spinat putzen und in feine streifen schneiden. Kräuter kleinschneiden. Schalotten in feine Ringe.
Salatsoße aus Öl, Essig, Salz und Pfeffer. Alles mischen.
Granatapfel aufschneiden und Kerne herauspulen. Die weißen wände dabei entfernen. Granatapfelkerne und Walnüsse über den Salat geben.

Glacierte Walnüsse
Walnusskerne grob hacken.
Etwas braunen Zucker in einer Pfanne zerhgehen lassen. Walnüsse dazu und unter Rühren anbraten. Dabei aufpassen, dass der Zucker nicht verbrennt.
Die glacierten Walnusskerne kann man im Glas aufheben und bei Bedarf verwenden. Sie halten sich ne Weile.

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